SüdtirolerinnenKatrin Plankl (Kapitänin der Auswahl „Südtirol“/captain of the South Tyrol football team), Anna Katharina Peer (Spielerin der Auswahl „Südtirol“/player in the South Tyrol football team)

Für uns ist das ein wirklich tolles Gefühl bei der EUROPEADA mit dabei zu sein. Erstens, weil die Fußballmeisterschaft hier bei uns in Südtirol stattfindet und zweites ist es ein ganz tolles Event – sowohl sportlicher als auch in kultureller Hinsicht. Man lernt andere Minderheiten kennen, man kommt mit dem Thema in Kontakt und schließt Freundschaften, das ist toll. Wir wussten gar nicht, wie viele Minderheiten es in Europa gibt.

Als Angehörige einer Minderheit haben wir den Vorteil der Mehrsprachigkeit: Wir sprechen Deutsch, Italienisch, aber auch Englisch. Die Akzeptanz anderer Kulturen ist bei uns größer. Was unsere Geschichte betrifft, haben wir gelernt uns durchzusetzen.

Auf dem Spielfeld sprechen wir natürlich Deutsch miteinander. Es handelt sich nicht um Hochdeutsch, sondern um unseren Südtiroler Dialekt. Zum Teil kommen unsere Spielerinnen aus Teams, in denen auch Italienerinnen spielen oder die Trainerin (bzw. der Trainer) Italienerin ist. Aus diesem Grund fallen teilweise auch italienische Wörter auf dem Spielfeld – je nachdem, welches Wort als erstes in den Sinn kommt. Wir sprechen aber auch unterschiedliche Südtiroler Dialekte, was teilweise schwierig ist. Doch das ist ganz interessant, weil man da wieder etwas dazulernt, und das ist schön!

 

For us it feels great to be part of the EUROPEADA. First because this football championship is in our region, South Tyrol, and second because it’s a beautiful event that covers sports as well as culture. You get to know new minorities, learn about their issues and meet new friends, which is really nice. We didn’t even know that there were so many minorities in Europe.

As members of a minority we have the benefit of multilingualism: we speak German, Italian and English. Different cultures get accepted more easily here. Through our history we have learned to persevere.

On the football field we of course speak German with each other. Not High German, but our own South Tyrol dialect. Some of our players come from teams with Italian members or Italian trainers, so it’s not unusual for us to also use some words from that language on the field –  it depends on which word comes to mind first. We also speak different South Tyrolean dialects, which can be difficult at times. But that’s what makes it interesting, because you learn new things!